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Aktualisiert:
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Donnerstag, 9. Februar 2012
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1 Allgemeine Vorstellung1 Allgemeine Vorstellung Waldschule BerumerfehnKirchweg 226532 Großheide Tel: 04936-7104Fax: 04936-914727e-mail: gs-berumerfehn@ewetel.net Schulleitung: Karin Schüllner Schüler:
- 136 Schüler und Schülerinnen (Stand: September 2010), 65 Mädchen und 71 Jungen
- Einzugsbereich: Gemeinde Großheide
- Zweizügigkeit in allen vier Schuljahrgängen
Mitarbeiter:
- 6 Lehrerinnen (davon eine Abordnung)
- 2 Lehrer
- 2 Förderschullehrerinnen (stundenweise)
- 4 pädagogische Mitarbeiterinnen
- 1 Hausmeister (stundenweise)
- 1 Schulsekretärin (an vier Tagen)
- 2 Reinigungskräfte
- 1 ehrenamtliche Mitarbeiterin
Gebäude:
- 8 Klassenräume
- 3 Computerräume
- 1 Mehrzweckhalle
- 1 Bücherei
- 1 Küche
- 4 Räume für Fachmaterialien (Kunst, Mathematik, Musik, weitere Fächer)
- 1 Hausmeisterzimmer
- 1 Lehrerzimmer
- 1 Sekretariat
- 1 Schulleiterbüro
- 1 Erste Hilfe Raum
- 1 Lehrerküche
- 1 Putzmittelraum
Außengelände:
- Pausenhof mit Klettergerüsten, zwei Sandkisten, einer Nestschaukel, zwei Balancierbalken, einem Gurtsteg, Hüpfspiele, einer Kletterwand, ein Basketballkorb und einer Torwand
- Spielausleihe im Carport: Bewegte Pause durch diverse Spielgeräte
- Ruhezone
- Grünes Klassenzimmer (in Planung)
- eine Sporthalle, die auch von anderen Vereinen genutzt wird
- ein Sportplatz mit einer 50m Laufbahn, Sprunggrube und einen Rasenplatz mit Fußballtoren sowie einer Tartanfläche
- Fahrradständer und Parkplatz vor der Schule
- zwei Bushaltestellen
1.1 Kurzer geschichtlicher Einblick Eine kurze Geschichte der Waldschule Berumerfehn Vor mehr als 200 Jahren begann mit der Gründung der Norder Fehn-Companie im Jahre 1794 die Besiedlung des Hochmoores mit dem planmäßigen Torfabbau und der Bearbeitung des frei gelegten Untergrundes. Ab 1802 unterrichtete der Fehninspektor in einem größeren Raum des Verwaltungsgebäudes der Fehngesellschaft, der gleichzeitig als Gaststube diente, die wachsende Schar der schulpflichtigen Kinder der Kolonisten. Im Jahre 1820 wurde das erste Schulgebäude in Berumerfehn errichtet. Schon 1830 wurde die Schule in ein Gebäude gegenüber dem Kompaniehaus verlegt. Auf Grund von Geldmangel konnte die neue Schule nicht angemessen ausgebaut werden, so dass erst 1878 ein neues Gebäude er- richtet wurde. Im Jahre 1894 unterrichtet ein Lehrer 115 Kinder in dieser einklassigen Schule. Wegen der Raumnot konnte nur Halbtagsunterricht erteilt werden, das heißt, die älteren Schüler kamen vormittags zur Schule, die jüngeren nachmittags. 1898 wurde ein zweiter Klassenraum angebaut, eine zweite Lehrerstelle wurde eingerichtet. Schon vor Beginn des 2. Weltkrieges wurde über die Errichtung eines neuen Schulgebäudes nachgedacht, aber selbst nach dem Kriege, als durch Zuzug vieler Vertriebener, die Schülerzahl anstieg, wurde nur eine dritte Lehrerstelle eingerichtet, so dass weiter im Schichtunterricht und durch Bereitstellung des engen Kartenzimmers unterrichtet werden musste. Erst 1958 konnte in Berumerfehn die neue dreiklassige Volksschule bezogen werden, in der bald aber 5 Klassen untergebracht wer- den mussten. Das ist unser heutiger Altbau, in dem zur Zeit 3 Schulklassen und der neue Computerraum untergebracht sind. So bestanden zu dieser Zeit Schulen in Südcoldinne, Oster- und Westermoordorf und in Berumerfehn.Der Rektor der Grundschule in Berumerfehn war Martin Behnke. Eine weitere Vergrößerung der damaligen Grundschule Berumerfehn wurde im Jahre 1977 geplant und dann auch durchgeführt. Im Herbst 1977 wurde das Richtfest gefeiert und im darauf folgenden Jahr der Neubau bezogen. Gebaut wurden 5 neue Klassenräume, ein Verwaltungstrakt und eine Mehrzweckhalle.Geplant und letztlich nicht verwirklicht waren auch eine Küche und ein Werkraum. 1993 ging Martin Behnke in den Ruhestand und Sabine Gehnen wurde seine Nachfolgerin. Im Jahr 2002 stand eine weitere Veränderung in der Grundschule bevor. Gegen den Willen der Lehrerschaft und auf Antrag der El- tern befassten und beschlossen die Verwaltung und der Gemeinderat der Gemeinde Großheide die Einrichtung einer „Verlässlichen Grundschule“.Diese Verlässlichkeit bedeutet nach einem Plan der Niedersächsischen Landesregierung eine garantierte 5-stündige Unterbringung der Schüler in der Grundschule, die den Eltern garantiert ist. Eine Vertretung kranker oder beispielsweise an Fortbildung teilnehmender Lehrer ist gewährleistet. Auch im Jahr 2002 wurde durch Initiative des Lehrers Hans-Georg Weihe eine Computer-Arbeitsgemeinschaft gegründet, die sich mit Hilfe gebrauchter gespendeter Computer mit frei erhältlichen Unterrichtsprogrammen beschäftigte. 2004 war ein Schicksalsjahr für den Bestand der Grundschule Berumerfehn.Die Gemeinde Großheide befasste sich mit der Schließung der Grundschule Berumerfehn und stellte eine Kostenrechnung auf. Lehrer- und Elternschaft der Schule votierten vehement gegen die Schließung, auch im Rat der Gemeinde gab es Befürworter und Gegner einer Schließung.Am Schluss der intensiven Diskussion wurde der Schule eine Bestandsgarantie bis zum Jahr 2010 gegeben, danach sollte eine erneute Überprüfung stattfinden. Eine von Eltern und Lehrern gewünschte und geforderte Erweiterung der Schule wurde allerdings aus Kos- tengründen abgelehnt. Im Jahr 2004 hatte das Computerprovisorium ein Ende. Ein neuer Computerraum wurde aus einem kleinen nicht genutzten Abstell- raum und Teilen des Flures gebaut und 16 aktuelle Computer mit der notwendigen Software installiert. Es wurden hier ca. 50 000 € verbaut. Im Schuljahr 2007/2008 übernahm Frau Henning die kommissarische Schulleitung. 2007 war das wichtigste Jahr für den Bestand der Grundschule Berumerfehn.Der Rat und die Verwaltung der Gemeinde Großheide planten die Schließung der Grundschule Berumerfehn und die Unterbringung der Schüler in der Grundschule Großheide.Der Schulelternrat und weitere Eltern aus dem Ort Berumerfehn organisierten in einer aufwendigen und bemerkenswerten Aktion den Widerstand gegen die Schließung, die schließlich am 11.11.2007 zu einem Bürgerentscheid über eben diese Schließung führte.Die aufgerufenen Bürger entschieden sich mit großer Mehrheit für den Erhalt der Schule, die dann auch von der Gemeinde Großheide akzeptiert wurde. ImSchuljahr 2008/2009 übernahm Frau Dr. Gorr-Rath die Schulleitung. In diesem Jahr wurde das 30-jährige Jubiläum der Grund- schule Berumerfehn gefeiert. Auch die Sanierung des Sportplatzes konnte gefeiert werden. Es wurde ein neuer Rasen eingesät, Laufbahn und Sprunggrube saniert und für weitere sportliche Aktionen eine Fläche mit Kunststoffbelag versehen.Dank der Mitarbeit vieler Eltern in der Schule und im Förderverein konnte im Juli 2008 ein Carport auf dem Schulhof aufgebaut wer- den, der die Spielausleihe aufnahm. Die Schüler können gegen Hinterlegung eines Schulausweises Spielgeräte für die Pause ausleihen, die gegen Ende der Pause zurückgebracht werden. Die Organisation in der Pause übernehmen Schüler der 3. Klassen. Neben dem Sportplatz wurde im Jahr 2008 auch die Sporthalle saniert. Die Decke wurde mit Naturholzbrettern verkleidet und eine neue Beleuchtung installiert.2009 stimmte der Rat der Gemeinde Großheide einer Aufhebung der Gemeindeschulgrenzen zu. Das hatte zur Folge, dass die Grundschule Berumerfehn auch Kinder aus Großheide aufnehmen kann. Im Juli 2009 verließen die frühere kommissarische Schulleiterin Silke Henning und die Schulleiterin Frau Dr. Gorr-Rath die Schule. Anfang des Schulljahres 2009/2010 übernahm Hans-Georg Weihe kommissarisch die Leitung der Schule. Im September 2009 über- nahm bis auf weiteres die Lehrerin Frau Kerstin Jauernig kommissarisch die Schulleitung.Der Rat der Gemeinde Großheide stimmt einer Umbenennung der Grundschule Berumerfehn in „Waldschule Berumerfehn“ zu.Ein neues buntes Namensschild wurde an der Schule installiert. Im Jahre 2010 wurden und werden durch das Konjunturprogramm II weitere Baumaßnahmen in der Waldschule Berumerfehn durch- geführt, so zum Beispiel ein Kerndämmung der Wände im Altbau. Weitere Maßnahmen sind unter anderem eine Erneuerung abgängi- ger Fenster und der Lichtkuppeln. 1.2 Tagesablauf
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7.45-8.00 Offener Beginn
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8.00-8.50
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1. Stunde
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1. Unterrichtsblock |
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8.50-9.35
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2. Stunde
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9.35-9.45
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Frühstückszeit im Klassenraum
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9.45-10.10
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1. große Pause
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Bewegte Pause durch Spielausleihe
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10.10-11.00
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3. Stunde
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2. Unterrichtsblock |
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11.00-11.45
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4. Stunde
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11.45-12.00
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2. große Pause
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12.00-12.45
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5. Stunde
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- Betreuung für Klassen 1 und 2 im Rahmen des Konzepts Verlässliche Grundschule
- Pflichtunterricht für die Jahrgänge 3 und 4
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13.00-13.45
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6. Stunde
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Hausaufgabenbetreuung (finanziert durch das Niko-Projekt, somit ist die Stunden- zahl abhängig vom zugeteilten Budget) |
- Schwimmunterricht in der 2. Klasse an einem Wochentag
1.3 Pausengestaltung Der Schulhof ist als Bewegungs- und Erlebnisspielraum gestaltet. Es gibt Möglichkeiten zum Klettern (Kletterwand), Schaukeln, Ba- lancieren, Hängen und Schwingen, Fußball- und Basketballspielen. In der ersten großen Pause werden durch die Drittklässler Pau- senspielgeräte ausgegeben (z.B. Stelzen, Rückschlagspiele, Seile etc.). 1.4 Gesundes Frühstück Zu einem erfolgreichen Unterricht und zu der guten Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler gehört auch ein gesundes Früh- stück. Das Frühstück vor der Schule legt den Energiegrundstein für den Schultag. Die Schülerinnen und Schüler können mit einem ausgewogenen Frühstück dem Unterricht konzentrierter, besser gelaunt und aktiver folgen. Aus diesem Grund sollten die Kinder mit Ruhe und ausreichender Zeit vor der Schule frühstücken. Auch das zweite Frühstück, das in der Frühstückspause im ersten Block im Klassenraum gegessen wird, sollte ausgewogen, ab- wechslungsreich und gesund sein. Da während der Schulzeit einer regelmäßigen Zahnpflege nicht nachgekommen werden kann, soll auf gezuckerte Speisen und Getränke verzichtet werden. Diese Regelung gilt für alle Schülerinnen und Schüler, damit es nicht zu Streitigkeiten untereinander kommt. Außerdem gibt es ausreichend Gelegenheiten während der Schulzeit, bei denen den Kindern Süßes angeboten wird, z.B. bei Ge- burtstagen, in der Weihnachtszeit, zu Ostern, bei Schulausflügen. Zudem können die Kinder Milchgetränke beim Hausmeister kaufen. Getränke: Viel trinken ist wichtig, denn Kinder reagieren auf eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr sehr empfindlich (Müdigkeit, schlechte Konzen- tration). Getränke sind in erster Linie dazu da, den Flüssigkeitsbedarf zu decken und sollten keinen Zucker enthalten. Geeignet sind Leitungswasser, Mineralwasser, ungezuckerter Kräuter- und Früchtetee und ungezuckerte Fruchtschorlen. Speisen: Das Schulfrühstück sollte ebenfalls aus zuckerfreien Lebensmitteln zusammengestellt sein. Geeignete Lebensmittel sind belegte Brote, Brötchen, möglichst Vollkornbrot mit Wurst oder Käse, Obst, Gemüse, Joghurt. Ab dem Schuljahr 2010/2011 findet an jeden ersten Freitag im Monat für alle Schülerinnen und Schüler ein ausgiebiges, gemeinsames Frühstück statt, das von engagierten Müttern zubereitet wird. 2 Leitbild der Waldschule Berumerfehn Nach § 6 des Niedersächsischen Schulgesetzes verpflichtet sich die Waldschule Berumerfehn an der Umsetzung des grundlegenden Bildungsauftrages der Grundschule zu arbeiten. Die Waldschule legt viel Wert auf ein naturnahes Lernen. Unser Motto ist:Waldschule Berumerfehn – eine Schule für naturnahes Lernen Wir legen einen Schwerpunkt auf die umgebende Natur (Wald/Wiese/Moor/Wattenmeer), um naturnahe Inhalte zu vermitteln, Natur zu erleben und zu entdecken. Durch die Entwicklung eines grünen Klassenzimmers, die Durchführung von Projekten und dem Besuch außerschulischer Lernorte wie etwa dem Ökowerk, dem Moormuseum, der Seehundaufzuchtstation, Tomtes Hof sowie durch die Möglichkeit, das Naturerlebnisabzeichen zu erlangen, wird die Umsetzung der naturnahen Lerninhalte gestützt.An unserer Schule zielen Bildung und Erziehung nicht nur ausschließlich auf die Vermittlung und den Erwerb von fachlichen Kompe- tenzen, sondern vor allem auch auf die Persönlichkeitsentwicklung. Unser pädagogischer Schwerpunkt liegt im sozialen Lernen und in der Erziehung zu einem fairen und gewaltfreien Umgang miteinan- der. Besonders achten wir auf die Einhaltung von Regeln (Training der Woche) sowie auf eine gegenseitige Wertschätzung, Anerken- nung und Akzeptanz. Unser langfristiges Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zu handlungsfähigen Mitgliedern unserer Gesellschaft zu erziehen. Für diesen Prozess schaffen wir eine vertrauensvolle Atmosphäre und begleiten jeden einzelnen Schüler individuell. Wir achten beson- ders auf eine ansprechende und altersspezifische Lernumgebung, so dass sich jeder Schüler nach seinen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Interessen entwickeln kann. In der Waldschule Berumerfehn arbeiten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit gegenseitiger Unterstützung und im regelmäßigen Austausch im Team zusammen. Wir pflegen einen offenen, konstruktiven Umgang miteinander und legen viel Wert auf eine kritische Selbstreflexion. Es besteht die Bereitschaft, sich im kollegialen Austausch sowie in Fortbildungen weiter zu entwickeln. Die Waldschule Berumerfehn kooperiert mit anderen Institutionen und Vereinen und ist stets offen für gemeinsame Aktivitäten und Projekte. Wir beziehen unsere Umgebung aktiv in unsere Schule mit ein, so dass sich alle Anwesenden auch zukünftig mit unserer Schule identifizieren. Unsere Schule ist auch ein Ort, in dem innovative Anregungen von Vereinen und Gruppen und von anderen am Schulleben interes- sierten Menschen immer gern hineingetragen werden können. 3 Sozial und Werteerziehung 3.1 Die Schulordnung der Waldschule Berumerfehn Wir wollen in der Schule gut miteinander umgehen und uns wohl fühlen. Damit uns dies gelingt, ist es notwendig, dass jeder bestimmte Regeln einhält. Freundlichkeit, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Rücksicht und Zuverlässigkeit sind Werte, die uns dabei besonders wich- tig sind. Unsere Schulregeln Schul- und Unterrichtsbeginn:Der Unterricht beginnt um 8.00 Uhr. Die allgemeine Aufsicht beginnt ab 7.45 Uhr. Verhalten im Schulgebäude:Damit alle Schülerinnen und Schüler in Ruhe arbeiten können, verhalte ich mich im Schulgebäude leise und renne nicht herum. Das Mobiliar und die Unterrichtsmaterialien behandele ich mit Sorgfalt. Ich gebe mir Mühe, möglichst nur in den Unterrichtspausen zur Toilette zu gehen.Während des Unterrichts darf ich nicht essen - auch keinen Kaugummi. In der Frühstückspause esse und trinke ich gemeinsam mit den anderen Kindern ein gesundes Frühstück. Süßigkeiten gehören nicht zum Frühstück.Ich bin für Sauberkeit und Ordnung an meinem Arbeitsplatz und in meinem Klassenraum verantwortlich. Für besondere Aufgaben gibt es Klassendienste. Verhalten in den Pausen:In den Pausen gehe ich auf den Schulhof. Beim Spiel achte ich darauf, dass ich niemandem weh tue, störe oder beleidige, und dass ich nicht spucke und laut schreie. Ich halte mich an die Regeln der Spielausleihe.Das Klettern auf die Bäume ist verboten, sowie das Abbrechen von Pflanzen und Ästen. Das “Einseifen” mit Schnee sowie das Wer- fen von Schneebällen, Stöcken und Sand sind ebenfalls verboten.Ich darf nur aus hygienischen Gründen die Toiletten betreten und achte dabei auf Sauberkeit. Abfälle werfe ich in die entsprechenden Mülleimer. Nach der Pause stelle ich mich in die Reihe und gehe dann ohne Gedrängel langsam zurück ins Klassenzimmer.Nur während der Regenpause darf ich mich leise in meinem Klassenzimmer aufhalten. Wegen der Verletzungsgefahr ist im gesamten Schulgebäude Toben, Rennen und lautes Schreien verboten. Auch das Fahren mit Inline-Skates oder Ähnlichem muss im gesamten Schulbereich unterbleiben. Schulende:Nach Schulschluss verlasse ich das Schulgelände. Wenn ich mit dem Bus fahren muss, halte ich mich an der Bushaltestelle an die Regeln.Besondere Regelungen:Während der Schulzeit ist es grundsätzlich verboten, das Schulgelände zu verlassen (Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz entfällt für alle Schülerinnen und Schülern, die ohne Erlaubnis das Schulgelände verlassen).Das Fahren mit dem Fahrrad ist nur mit verkehrssicherem Fahrrad und Fahrradhelm zulässig. Die Fahrräder müssen im Fahrradstand abgestellt werden. Das Fahren mit dem Fahrrad ist auf dem Schulgelände, auf dem Parkplatz und an der Bushaltestelle verboten. Für mutwillige und grob fahrlässige Beschädigungen im Schulbereich durch Schülerinnen und Schülern haften die Erzie- hungsberechtigten. Türen und Wände dürfen nicht beschmiert werden. MP3-Player, Nintendo, elektronische Spiele, spitze und gefährliche Gegenstände dürfen nicht mit in die Schule gebracht werden. (Handys dürfen nicht eingeschaltet werden.) 3.2 Erziehungsmittel bei Nichteinhaltung der Schulordnung Auf die Einhaltung der Schulordnung wird an der Waldschule Berumerfehn besonders großen Wert gelegt. Bei Verstößen gegen diese Schulregeln greifen unterschiedliche Maßnahmen, die im Folgenden näher erläutert werden.Grundsätzlich gilt, dass die jeweilige Lehrkraft oder pädagogische Mitarbeiterin die Schwere des Konfliktes einschätzt. Sie wendet entsprechende Erziehungsmittel an und informiert ggf. die Eltern und/oder die Schulleitung. 3.2.1 Erziehungsmittel Zu den allgemeinen Erziehungsmitteln der Waldschule Berumerfehn zählen:
- Gespräch mit dem beteiligten Schüler/den beteiligten Schülern und ggf. mündliche bzw. schriftliche Reflektion
- Initiierung einer angemessenen Entschuldigung (mündlich oder schriftlich, vor Zeugen oder vor der Klassengemeinschaft)
- Empathieförderung, z.B. ein Bild für den anderen gestalten, zusammen spielen, im Klassenraum zusammensitzen und arbeiten
- Die Wiedergutmachung eines verursachten Schadens (Mitteilung an die Eltern)
- Abschreiben der „Roten Karte“ („Zum Nachdenken“), mit Gegenzeichnung der Eltern
- Abschreiben der Klassenregeln
- „Pausensitzen“ mit ggf. Abschreiben der „Roten Karte“
- Pausenverbot mit Erledigung besonderer Aufgaben (z.B. Müll aufsammeln, Schuhe richten, etc.)
- Abschreiben von Abschreibtexten als zusätzliche Hausaufgabe (differenziert nach Klassenstufen; bezogen auf Regeleinhaltung und Verhalten in der Pause)
- Bei Gefährdung anderer Schülerinnen und Schüler oder starker Beschädigung des Schuleigentums, werden die Eltern/Erziehungs- berechtigten informiert und der Schüler/die Schülerin wird abgeholt.
- Belohnungssysteme (klassenspezifisch)
- Wegnahme des Spielausweises
- Ausschluss von schulinternen Aktivitäten (z.B. Kickertisch)
- Ausschluss von besonderen Klassen- und/oder Schulveranstaltungen (in Absprache mit der Schulleitung, Mitteilung an die Eltern)
- „Stille 5 Minuten“: Auszeit im oder vor dem Klassenraum unter Berücksichtigung der Aufsichtspflicht
- Verweisung in eine andere Lerngruppe
3.2.2 Allgemeine Inhalte zur Sozial- und Werteerziehung
- Rituale in den Klassen
- Klassenregeln
- Klassensprecher/Klassenrat
- Morgen- und Abschlusskreis
- Bewegungspausen
- Stilleübungen
- „Training der Woche“
3.2.3 Rituale innerhalb der Klassengemeinschaft Rituale rhythmisieren den Schulalltag, indem sie an markanten, schwierigen Punkten – wie den Anfängen oder den Endpunkten einer Stunde, des Schultages, der Woche – Akzente setzen, die durch ein wieder erkennbares Arrangement Besonderheit erlangen. Schuli- sche Rituale prägen das Verhalten. Sie können vom Einzelnen, von der Klasse und/oder von der Lehrkraft initiiert werden, sich ver- festigen und bei bestimmten Anlässen immer wieder genutzt werden. Wiederkehrende Abläufe geben dem Einzelnen wie der Gruppe mehr Handlungssicherheit. Rituale entlasten den Schulalltag. Die Arbeits- und Rollenaufteilung ist geklärt, bewährte Kooperations- formen greifen. Rituale dienen der Klärung und Lösungsfindung von Konflikten. An der Waldschule Berumerfehn werden von den Lehrkräften Rituale eingeführt und im Schulalltag konsequent angewendet. Teilweise sind die Rituale klassenspezifisch. Folgende Rituale werden an unserer Schule angewendet:
- Begrüßungs- und Verabschiedungsrituale (z.B. Lieder, Sprechverse)
- Erzählkreise (beispielsweise zum Wochenbeginn oder Wochenabschluss, vor/nach den Ferien, nach Ausflügen, etc.)
- Geburtstagsfeier (z.B. Anzünden einer Kerze, Singen eines Liedes, Malen von Bildern, Verteilen von Hausaufgabengutscheinen)
- Klassendienste/Ämter
- Regelmäßige Wiederholung von Klassenregeln
- Klassenspezifische Belohnungssysteme
- Frühstück mit Vorlesezeit
- Lesemütter (Bücherei)
- Tagesplan (Übersicht des Unterrichtstages)
- Benutzung des Kickertischs (einmal wöchentlich)
- Spielausleihe (Spielausweis)
- Fachspezifische Rituale (Mathematik: Kopfrechnen, o.ä.)
3.2.4 Training der Woche Die Aktion „Training der Woche“ ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Sozial- und Werteerziehung. Es soll dazu dienen, ausge- wählte Regeln unserer Schule intensiv zu üben. Die Lehrkräfte stellen Regeln auf, die sie für besonders wichtig erachten, wie z.B.:
- Ich begrüße zu Beginn eines Tages alle Mitschüler und Lehrer.
- Ich gehe höflich mit meinen Mitschülern um und halte die „Stopp-Regel“ ein.
- Ich trage im Schulgebäude meine Hausschuhe und stelle sie ordentlich im Regal ab.
- Ich gehe im Schulgebäude langsam und verhalte mich leise.
- Ich halte meinen Arbeitsplatz und den Klassenraum sauber und ordentlich.
Jeweils eine Regel ist für alle Personen an der Schule für eine Woche verbindlich. Während dieser Zeit wird verstärkt auf deren Ein- haltung geachtet. Die Regeln werden wöchentlich erweitert, besprochen und durchgeführt. Sie können sich je nach Notwendigkeit, die sich aus dem Schulalltag ergibt, wiederholen.
4 Vorstellung der Fachbereiche
4.1 Fachbereich Deutsch
Die Basis für unseren Deutschunterricht bildet der schuleigene Lehrplan, der auf Grundlage des Kerncurriculums Deutsch für das Land Niedersachsen entstanden ist. Innerhalb der Lehrpläne sind die Inhalte thematisch aufgearbeitet und beinhalten die Fähigkeiten und Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler und die im Unterricht zu erwerbenden Kompetenzen. Der Deutschunterricht ist in drei Kompetenzbereiche untergliedert. Die Bereiche heißen ,,Sprechen und Zuhören”, ,,Schreiben - Texte verfassen und richtig schreiben” und ,,Lesen - mit Medien und Texten umgehen”. Der Bereich ,,Sprache und Sprachgebrauch unter- suchen” fließt in die drei vorher genannten Bereiche hinein. Für die Bewertung der im Deutschunterricht erbrachten Leistungen wurden in den Fachkonferenzen verbindliche Vereinbarungen getroffen und schriftlich fixiert. Für die drei Kompetenzbereiche wurden genaue Bewertungskriterien erstellt. Die Anzahl, der Inhalt und die Bewertung der Lernzielkontrollen, die sowohl schriftlicher als auch münd- licher Art sein sollen, wurden für die Jahrgänge 2 - 4 festgelegt. Zusätzlich wurde das Verhältnis von schriftlichen und mündlichen Leistungen bei der Festlegung der Zeugnisnote bestimmt. Im ersten Schuljahr steht der Prozess des Lesen- und Schreibenlernens im Vordergrund des Deutschunterrichts. Zunächst erlernen die Schülerinnen und Schüler die Druckschrift als ihre erste Lese- und Schreibschrift. Am Anfang der zweiten Klasse lernen die Kin- der die Lateinische Ausgangsschrift als verbundene Schrift kennen. Der Bereich „Sprechen und Zuhören“ spielt im gesamten Unterricht eine große Rolle. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, sich in Gespräche einzubringen, sich angemessen auszudrücken und dabei festgelegte Gesprächsregeln einzuhalten.In Gesprächsrunden, Partner- und Gruppenarbeiten lernen sie sich mit anderen Kindern zu verständigen, die eigene Meinung zu be- gründen, auf Gesprächsbeiträge anderer einzugehen, sich in die Situation der Mitschüler hineinzuversetzen und Konflikte zu lösen.Mit Hilfe einer guten Gesprächsfähigkeit sollen die Kinder zu mündigen, selbstständigen und kritikfähigen Menschen werden. Die Entwicklung und Förderung von Lesemotivation ist ein sehr wichtiges Ziel des Deutschunterrichts. Um dieses zu erreichen, lesen die Lehrerinnen und Lehrer ihren Schülerinnen und Schülern regelmäßig vor. Einmal wöchentlich besuchen die Kinder die schuleigene Bücherei und benutzen das Antolin-Programm im Internet. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin unterstützt die Kinder beim Lesenlernen und es besteht die Möglichkeit das Lesenest zu besuchen. Es werden im Unterricht Ganzschriften vorgelesen und Lieblingsbücher vorgestellt. Einmal jährlich findet eine Tagesfahrt zu einer Theateraufführung statt. Möglichst jedes Jahr findet ein schulinterner Lesewettbewerb statt. Ebenfalls wird die Teilnahme am außerschulischen plattdeutschen Lesewettbewerb u.a. durch eine Plattdeutsch-AG gefördert. 4.2 Fachbereich Mathematik Der Mathematikunterricht an der Waldschule Berumerfehn orientiert sich an dem Kerncurriculum Mathematik (1.-4. Schuljahr) Nie- dersachsen. Auf den ersten Arbeitsverbundsitzungen, einem Treffen von Mathematiklehrern benachbarter Grundschulen, wurde über die neuen Bildungstandards und über die Veränderungen, die sich hierdurch für das Fach Mathematik ergeben, diskutiert. In den Fachkonferenzen wurde die Diskussion weitergeführt. Bei der Umsetzung, der in den Kerncurricula erwähnten inhalts- und prozess- bezogenen Kompetenzen und die damit verbundenen Kompetenzbereiche im Unterricht, waren Änderungen in den Mathematikplä- nen erforderlich. Lehrwerk Denken und RechenNach Überprüfung verschiedener Lehrwerke durch die Mathematik erteilenden Lehrkräfte wurde das Mathematikbuch Denken und Rechnen ausgewählt. Die neuen Lehrpläne wurden dem Lehrwerk entsprechend entwickelt. Wichtige Kriterien für die Einführung des Lehrwerks waren beispielsweise Aufgaben mit wenig Erklärungsbedarf, sowie ein großes Aufgabenangebot. Wiederholungsseiten und zusätzliche Übungen sollten ebenfalls zahlreich vorhanden sein. Übungen zur quantitativen und qualitativen Differenzierung, Kno- belaufgaben, Aufträge zum Überdenken und Überprüfen von Behauptungen sowie zusätzliche Förderung langsam lernender Kinder sind in diesem Lehrwerk vorhanden. Die Kinder können entsprechend ihrer individuellen Lernentwicklung die einfacheren oder die schwierigeren Aufgaben rechnen. Die Inhalte im Fach Mathematik können einem Spiralcurriculum gleich von Klasse 1 an bis Klasse 4 vertieft und weitergeführt werden. Lerninhalte von Klasse 1 bis Klasse 4 und Aufgabenschwerpunkte Klasse 1 Der Zahlenraum von 1-20 Bündeln, Zahlen vergleichen, Ungleichungen, Addieren im Zwanzigerfeld, Cent Einführung der Addition Addieren, Rechengeschichten Operatives Rechen Umkehraufgaben, Analogieaufgaben Einführung der Subtraktion Weiterführendes Rechnen Zahlenstrahl, Ordnungszahlen, Nachbarzahlen, Zahlenmauern Zahlenzerlegung Zerlegehäuser, Schüttelbox Geometrie Falten, Symmetrie, Muster, Formen in der Umwelt, geometrische Formen, Geobrett, Spiegelbilder Geometrie und Arithmetik Bauen und Rechnen, gerade und ungerade Zahlen, Halbieren und Verdoppeln; Kombinieren Bündeln, Zehnerzahlen, Geld Klasse 2 Zahlen bis 100 Schätzen und Bündeln Hunderterfeld und Hundertertafel, Zufall und Wahrscheinlichkeit, Zahlenstrahl Geld Rechnen mit Spielgeld Geometrie Falten, Formen und Figuren, Formen in der Kunst Spiegelbilder Addieren und Subtrahieren Gleichungen/Ungleichungen, Rechenwege, Verdoppeln, im Zahlenraum bis 100 Halbieren, Umkehraufgaben, Ergänzen Messen Körpermaße, Größe, Länge, Zeichnen Multiplikation und Division Einführung, Reihen mit 2, 10 und 5 später: mit 4 und 8 Division: Aufteilen Sachrechen Bsp. Tabellen, Wochenmarkt (auch zu anderen Bereichen) Zeit Uhrzeiten und Zeitspannen, Stundenplan und Kalender (Sonnenuhr) Zauberdreiecke Klasse 3 Einmaleins Aufgabenmuster, Dividieren mit Rest, Verbinden von Grundrechenarten, Quadratzahlen, Unglei- chungen, später: Einmaleins mit Zehnerzahlen Zahlen bis 1000 Bündeln, Tausenderstreifen, Zahlenstrahl, Runden/Schätzen, dazu: Sachrechenaufgaben, Addieren und Subtrahieren sowie Überschlagen, verschiedene Rechenwege Schriftliche Addition Rechen mit Geld Sachrechnen Daten sammeln und auswerten , Zufall und Wahrscheinlichkeit Gewichte Kilogramm und ‚Gramm Geometrie Papierflieger, Faltschachteln, Körper in der Umwelt, geometrische Körper, Würfelnetze Längen Kilometer, Zentimeter, Millimeter Rechenwege Halbschriftliches Multiplizieren und Dividieren Zeit Zeitspannen (dazu Sachaufgaben) Sachaufgaben Kann das stimmen? Klasse 4 Rechen im Zahlenraum bis Zahlen bis 1 Million, Stellentafel, Zahlen aufbauen und Zerlegen, Zahlenstrahl, Runden, Überschlagen1 Million Einwohnerzahlen großer Städte, Säulendiagramme Schriftliches Multiplizieren Längen Kilometer, Meter, Dezimeter Zentimeter Millimeter Gewichte Kilogramm und Tonne Geometrie Rechter Winkel, Vierecke, Parallele Linien, Körper – Ansichten, Netze, Soma-Würfel,Schrägbilder Tangram Parkettieren, Flächeninhalt und Umfang, Kreise, Drehsymmetrie, Umgang mit dem Zirkel Rauminhalte Liter, Milliliter dazu Sachaufgaben (Wasserverbrauch) Zeit Zeitleiste, Sekunden, Minuten, Fahrpläne Halbschriftliches und Der Taschenrechner, Vielfache, Teiler, Primzahlenschriftliches Dividieren Maßstab Vergrößern und verkleinern, Grundriss Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung Um den Kompetenzstand eines Schülers in Mathematik festzustellen, sind die im Kerncurriculum Mathematik erwähnten Leistungen, wie z.B. mündliche Mitarbeit (Beiträge zum Unterrichtsgespräch), Unterrichtsdokumentationen (Heft/Mappen), Anwenden fachspezi- fischer Methoden und Arbeitsweisen, Präsentationen, Ergebnisse von Partner oder Gruppenarbeiten von besonderer Bedeutung. Lernzielkontrollen in Form von Klassenarbeiten bzw. Tests sind ebenfalls notwendig.Für die ersten beiden Schuljahre gilt das, was im Kerncurriculum als unmittelbare Beobachtung des Schülers und der Schülerin er- wähnt wird. Die Lernstandserhebungen haben überwiegend diagnostischen Wert und dienen der Aufstellung von individuellen För- derplänen. Im zweiten Schuljahr werden die Kinder zunehmend an kurze schriftliche Lernkontrollen gewöhnt.Bei der Beschreibung der Kompetenzen, die für die Versetzung in das dritte Schuljahr von besonderer Bedeutung sind, wurden aus den im Kerncurriculum erwähnten 66 Kompetenzen die wesentlichen herausgearbeitet. Auf einer Fachkonferenz Mathematik einigte man sich auf folgende Formulierungen: - verwendet zur Darstellung seiner /ihrer Aussagen die eingeführten Zeichen und Fachbegriffe sachgerecht („plus“, „minus“, „Vorgän- ger“, „Nachfolger“, „Dreieck“, „Kreis“)- gewinnt Daten durch Zählen und Messen und beschreibt Lösungswege mit eigenen Worten. - beschreibt mathematische Sachverhalte mit eigenen Worten und beschreibt mathematische Zusammenhänge. Für das dritte Schuljahr an der Waldschule Berumerfehn sind laut Stoffverteilungsplan mindestens 6 schriftliche Kontrollen (Klassen- arbeiten) im Schuljahr vorgesehen. Für Klasse 4 sind es 6-8 Klassenarbeiten. Mündliche und schriftliche Leistungen zählen für die Berechnung der Zeugniszensur jeweils die Hälfte. Neben Klassenarbeiten können auch kleinere Lernzielkontrollen mit einem Schwer- punktthema wie z.B. schriftliche Multiplikation geschrieben und benotet werden. Für die Berechnung der Zeugniszensur sind sie nicht so stark wie Klassenarbeiten zu gewichten. Gestaltung von KlassenarbeitenKlassenarbeiten sollen innerhalb einer Jahrgangsstufe möglichst parallel geschrieben werden, dazu bedarf es einer Abstimmung zwi- schen den jeweiligen unterrichtenden Fachlehrern. Die Klassenarbeiten können aus den Lehrermaterialien des Lehrwerks zusammen- gestellt werden. Es ist darauf zu achten, dass alle Anforderungsbereiche enthalten sind und Aufgaben zur Geometrie vorkommen. Die Anforderungsbereiche für die Klassenarbeiten sind folgendermaßen gewichtet: Anforderungsbereich 1: 40% Grundwissen und Ausführen von RoutinetätigkeitenAnforderungsbereich 2: 50% Erkennen und Nutzen von ZusammenhängenAnforderungsbereich 3: 10%. Komplexe Tätigkeiten wie z.B. Strukturieren, Entwickeln von Strategien, Beurteilen und Verallge- meinern, Transfer VergleichsarbeitenZum Ende des dritten Schuljahres werden bundesweit Vergleichsarbeiten in den Fächern Mathematik und Deutsch geschrieben. Sie orientieren sich an den Anforderungen der länderübergreifend verbindlichen Bildungsstandards für den Primarbereich. Vergleichsar- beiten sollen eine Grundlage für eine systematische Schul- und Unterrichtsentwicklung sein. Die Lehrerinnen und Lehrer sollen Infor- mationen darüber bekommen, über welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten die Schüler- und Schülerinnen einer Klasse ins- gesamt und in Teilbereichen der Mathematik verfügen. Es werden jeweils zwei fachliche Kernbereiche geprüft. Vergleichsarbeiten sollen langfristig angelegte Kompetenzen überprüfen. Sie dürfen nicht vorher geübt werden. Lediglich Testbearbeitungsstrategien sollen/ können besprochen werden. Beispielaufgaben stehen im Internet zur Verfügung. Die Bearbeitungszeit für die Vergleichsarbeit in Mathematik beträgt 60 Minuten. Vergleichsarbeiten werden in zwei Blöcken von 30 Minuten mit einer dazwischen liegender Pause geschrieben. Die Ergebnisse werden im Internet (VERA Universität Landau) eingegeben. Von dort aus erhält die Schule auch wieder eine Rückmeldung. Für diesen Vorgang gelten datenschutzrechtliche Bestimmungen. Alle Schüler sind verpflichtet, an der Vergleichs- arbeit teilzunehmen. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt anonym. Vergleichsarbeiten dürfen nicht für die Berechnung der Zensur in Mathematik einbezogen werden. Gestaltung des Unterrichts/Differenzierung/MedienDie Grundschule hat den Auftrag, alle Schülerinnen und Schüler zu fördern. Begabungen müssen erkannt und gefördert, Benachteili- gungen ausgeglichen werden. Den unterschiedlichen Ausgangslagen der Kinder ist mit Differenzierung im Unterricht zu begegnen, um sie individuell zu fördern. Fachübergreifende Verfahrensweisen und Arbeitstechniken sind zu schulen. Mathematische Zusammenhän- ge gewinnt der Schüler weitgehend über konkrete Handlungen, wobei spezielle Lernmittel/Medien ihn dabei unterstützen. Folgende, in der Schule vorhandene Arbeitsmittel werden häufig eingesetzt:Stellwände und Magnettafeln für Präsentationen, Schüttelboxen zur Veranschaulichung von Zahlenzerlegungen, Rechenleisten mit Wendeplättchen zum Erwerb von Rechenfertigkeiten Hunderterwürfelrechengerät, Waagen, Messräder, Geometriekörper, Heine- vetter-Trainer, LÜK-Kästchen, Steckwürfel groß und klein, Rechenketten, Rechenrahmen, Spielgeld, Hundertertafel, Würfel , Spiegel, Zahlenstrahlbänder, geometrische Körper ,Stäbchen, Uhren, Plättchen, Tangram, Zollstöcke, Maßbänder, Faltpapiere, …Die Waldschule Berumerfehn verfügt über einen Computerraum, in dem Schüler in Klassenstärke arbeiten können. Der Umgang mit dem Rechner ermöglicht besonders das Wiederholen und Vertiefen bekannter Lerninhalte, wie z.B. Orientierung im Hunderterraum. Durch aktiv entdeckendes Lernen wird die Neugier des Schülers besonders geweckt. Individuelles Training ist möglich. An Aufga- ben, die räumliches Vorstellungsvermögen erfordern, kann besonders kreativ gearbeitet werden. Folgende Software für den Bereich Mathematik wird beispielsweise oft genutzt: Oriolus-Lernprogramm, Budenberg, Mathematikus, LÜK …Der Einsatz des Computers begünstigt neue Formen zeitgemäßen Lernens und den Erwerb von Grundkompetenzen. 4.3 Fachbereich Sachunterricht (Mobilität integriert) „Das Fach Sachunterricht leistet einen wesentlichen Beitrag zu den im Grundsatzerlass formulierten fachübergreifenden Aufgaben und vermittelt grundlegendes Wissen für das gegenwärtige und zukünftige Leben der Schülerinnen und Schüler.“ (Kerncurriculum Sach- unterricht, S. 7). Auf dieser Grundlage unterrichten die Kolleginnen und Kollegen der Waldschule Berumerfehn nach unseren schuleigenen Lehrplänen das Unterrichtsfach Sachunterricht. Das Lehrwerk „Pusteblume“ wurde im Schuljahr 2009/10 eingeführt und entsprechend den zu er- werbenden Kompetenzen eingesetzt. Ein dazugehöriges Arbeitsheft für die Schülerinnen und Schüler vertieft und ergänzt das im Un- terricht behandelte Thema. Folgende Perspektiven werden gemäß dem Kerncurriculum den Schülerinnen und Schülern vermittelt:
- Zeit und Geschichte
- Gesellschaft und Politik
- Raum
- Natur
- Technik
Das geschieht u.a. durch kleine Experimente, Unterrichtsgänge und durch den Einsatz von Medien (Computer, DVds, Bücherei). Ausflüge zu außerschulischen Lernorten, wie z.B. in das Wald- und Moormuseum in Berumerfehn, das Ökowerk in Emden, das MachMitMuseeum in Aurich und Strand- und Wattexkursionen sind fester Bestandteil unseres Sachunterrichts.Seit dem Schuljahr 2090/10 heißt unsere Schule „Waldschule Berumerfehn“. Die unmittelbare Nähe des Waldes ergab den Anlass für diese Namensgebung, sowohl von den Eltern, als auch von dem Kollegium befürwortet. Seitdem bestehen Kontakte zu außer- schulischen Partnern, wie z.B. dem Hegering Arle-Berumerfehn und dem Hegering Norden. Eine Wald-AG (einstündig am Schulvormittag während des AG-Bandes, s. Anhang) und eine AG Lernort Natur am Nachmittag, die in Zusammenarbeit mit dem Hegering Arle-Berumerfehn durchgeführt wurde, ist sehr gut bei den Schülerinnen und Schülern ange- kommen (s.Anhang). Die Zusammenarbeit mit dem Hegering Arle-Berumerfehn wird weiterhin fortgeführt.In der Planung für das Schuljahr 2010/11 befindet sich die Einrichtung eines grünen Klassenzimmers, das gemeinsam mit einem NABU-Mitarbeiter Schritt für Schritt entstehen soll. Ab Klasse 3 werden pro Halbjahr ein bis zwei Tests geschrieben. Jeder Schüler, jede Schülerin muss außerdem eine Präsentation zu einem bestimmten Thema anfertigen und vorstellen. Auf eine gut geführte Sachunterrichtsmappe wird Wert gelegt. Die Zensur ergibt sich folgendermaßen:- 60% entfallen auf die mündliche Mitarbeit, einschließlich der mündlichen Präsentation der Referate- 30% entfallen auf die Testergebnisse und die Bearbeitung der schriftlich zu erledigenden Aufgaben- 10% entfallen auf die Mappenführung Einmal im Jahr wird eine Projektwoche durchgeführt, die thematisch in engem Zusammenhang mit der Umgebung der Schule steht. Daran anschließend findet eine Präsentation für die Öffentlichkeit in Form eines Tages der offenen Tür statt.Im vierjährigen Rhythmus werden die Themen Wald, Watt; Moor und Wiese in Kleingruppen auf vielfältigste Art behandelt. In Fachkonferenzen, die zweimal im Jahr stattfinden, wird die Arbeit evaluiert und Ergebnisse festgehalten. Fachbereich Mobilität In allen Fachbereichen wird das Thema Mobilität berücksichtigt.An den Stellen, an denen die Kinder auf dem Weg zur Schule die Straße überqueren müssen, sind gelbe Füße auf dem Boden aufge- zeichnet .Damit wird den Kinder kenntlich gemacht, wo sie ersichtlich die Straße überqueren könne. Gearbeitet wird im Fach Sach- unterricht - Mobilität mit dem Lehrwerk „Der schlaue Radfahrer“. Anhang: Wald-AG Schuljahr 2009/2010, 2. Halbjahr Die Wald-AG hatte den Schwerpunkt, den Schülern das Erwachen der Natur im Frühling mit allen Sinnen spürbar zu machen. Auf- grund der günstigen Lage - unsere Schule liegt direkt am Berumerfehner Wald - war fast in jeder Unterrichtsstunde ein Unterrichtsgang in den Wald möglich.Damit die Schüler ihre Beobachtungen zum Ausdruck bringen konnten, war das Vermitteln eines theoretischen Gerüsts mit speziellen biologischen Fachausdrücken erforderlich. Dadurch, dass die theoretischen Zusammenhänge direkt in der Natur erfahrbar (spürbar) wurden, rückte die Theorie in den Hintergrund und die Motivationslage konnte entsprechend angehoben werden. Im Mittelpunkt der Beobachtungen standen die Veränderungen der Laubbäume „vom Winter zum Sommer“. Zum Vergleich wurden auch die Merkmale verschiedener Nadelbäume herangezogen.Die Wald-AG enthielt u. a. folgende Lehrinhalte:
- die Organe eines Baumes
- Funktionen der Organe
- Laubwald, Nadelwald, Mischwald und ihre Baumarten
- die geschlechtliche Fortpflanzung der Pflanzen
- Blütenaufbau am Beispiel der Tulpen- und Kirschblüte- Bestäubung, Befruchtung- die Bedeutung der Insekten, speziell am Beispiel der Bienen
Blattformen und Blattränder
Bestimmung von Nadelbäumen mit Hilfe von Steckbriefen
Bestimmung von Laubbäumen
Herstellung eines Kartenspiels (Schwarzer Peter), Motive waren Früchte und Blätter von Bäumen
Bedeutung des Waldes für den Menschen (Lunge der Erde, Teil des Wasserkreislaufes)
Gesammelte Materialien aus dem Wald und auch Arbeitsblätter wurden zur Vorbereitung und Vertiefung im Klassenraum eingesetzt. Bemerkenswert war das gute Vorwissen der Schüler und auch ihr großes Interesse, bedingt sicherlich durch die Nähe des Waldes, der zu ihrem häuslichen Umfeld gehörte und immer noch gehört. Arbeitsgemeinschaft „Lernen und Natur“, 2. Halbjahr 2009/2010Im 2. Halbjahr 2009/2010 hat an der Waldschule eine Arbeitsgemeinschaft stattgefunden, die gemeinsam mit dem Jagdverein Hege- ring Arle-Berumerfehn organisiert und durchgeführt wurde. Die AG stand unter dem Motto „Lernen und Natur“ und fand sowohl in der Schule als auch im Freien statt. Die AG steht in engem Zusammenhang mit unserem neuen Schulnamen „Waldschule Berumerfehn“.Insgesamt 16 Dritt- und Viertklässler trafen sich einmal wöchentlich nachmittags, um Wissenswertes über die Natur zu erfahren. So konnten sich die Kinder einen Schauwagen mit den einheimischen Wildtierarten anschauen, einen Einblick in das Leben eines Falk- ners bekommen und selbst einmal einen Greifvogel auf dem Arm tragen. Gemeinsam wurden Nistkästen gebaut, Jagdhunderassen vorgestellt und Erkundungsausflüge in den Wald und das Berumerfehner Moor unternommen. Die Schülerinnen und Schüler konnten bei einem Abendansitz Tiere in der freien Natur beobachten und den Hof Steffens in Westermarsch besuchen, auf dem sie Vieles über Pflanzen und Tiere gelernt haben. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine Urkunde, die sie stolz in Empfang genommen haben. 4.4 Fachbereich Englisch Der Erwerb interkultureller und kommunikativer Kompetenzen anderer Sprachen sowie einer Methodenkompetenz sind wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Sprachenlernen (vgl. Kerncurriculum für die Grundschule. Schuljahrgänge 3-4 Englisch). Der Fremdsprachenunterricht in der Grundschule soll die Schülerinnen und Schüler zu kommunikationsfähigen und damit offenen, toleran- ten und mündigen Bürgern in Europa erziehen.Der englischen Sprache fällt „die Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Fremdverstehen, Empathie und der friedlichen Verständigung von Menschen zu.“(Kerncurriculum für die Grundschule. Schuljahrgänge 3-4 Englisch, S. 8) Durch den Englischunterricht soll sich ei- ne Sprachbewusstheit entwickeln, die die Grundlage für die Mehrsprachigkeit und ein lebenslanges Lernen sein soll.Die sprachliche und interkulturelle Handlungsfähigkeit sind übergeordnete Ziele des Englischunterrichts. Im Vordergrund des Englisch- unterrichts stehen einfache Handlungssituationen in englischer Sprache, die mit Hilfe von Wort- und Bildkarten, Filmen, sowie durch englische Lieder in spielerischer Form erarbeitet werden. Die kommunikativen Fähigkeiten beinhalten das Hör- und Sehverstehen, das Sprechen, Lesen, Schreiben und die Sprachvermittlung. Dabei stehen das Hörverstehen und Sprechen im Vordergrund.An der Waldschule Berumerfehn wird in allen 3. und 4. Klassen zwei Stunden Englischunterricht pro Woche erteilt. Durch den weitgehend einsprachigen Englischunterricht sollen die Schüler durch das Hören an das Verstehen und Sprechen herangeführt werden.In der Waldschule Berumerfehn wird mit dem Lehrwerk Playway von Günter Gerngross und Herbert Puchta gearbeitet (Klett Verlag, 2007). Die Lehrwerke von Playway haben mehrere Ziele. Sie lassen die Kinder mit allen Sinnen erleben, dass das Lernen einer Fremdsprache Spaß macht. Die Kinder werden in die Lage versetzt, die Fremdsprache als Mittel der Kommunikation zu erleben. Es werden erste Grundlagen für das Lesen sowie das rekonstruktive Schreiben entwickelt. Durch das Kennen lernen einer anderen Sprachgemeinschaft wird der Grundstein für eine positive und aufgeschlossene Haltung gegenüber anderen Völkern und Kulturen gelegt.Die Leistungsbewertung schließt die Bereiche des Hör- und Sehverstehens, des Sprechens, des wieder erkennenden Lesens sowie der schriftlichen Kontrollen in Form von Tests ein. Die prozentuale Verteilung der Note zeigt, dass die Hälfte (50%) der Bewertung das Hör- und Sehverstehen ausmacht, das Sprechen 30%, das wieder erkennende Lesen 10% und die Tests ebenfalls 10%. 4.5 Fachbereich Kunst /Textiles Gestalten/ Gestaltendes Werken Der Kunstunterricht in der Grundschule leistet einen eigenen, spezifischen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Zeichnen und Malen, Formen und Bauen, Sammeln, Ordnen und Inszenieren zählen zu den ursprünglichen Ausdrucksmög- lichkeiten der Kinder (vgl. Kerncurriculum Kunst, Gestaltendes Werken, Textiles Gestalten, 2006, S. 9). Im Mittelpunkt des Unter- richts stehen subjektive Wahrnehmungs- und Gestaltungsprozesse, die Grundlage für das Prinzip der Individualisierung sind (vgl. Kern- curriculum Kunst, Gestaltendes Werken, Textiles Gestalten, 2006, S. 10). An der Waldschule Berumerfehn steht die Förderung der Kreativität und der Entwicklung des Gestaltungsvermögens der Schüler- innen und Schüler im Mittelpunkt des Kunstunterrichts. Von experimentellen Prozessen ausgehend setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit verschiedensten Materialien praktisch-gestalterisch aber auch sinnlich - wahrnehmend auseinander. Die intensive Beschäf- tigung mit der Wirkung von Farben, Formen, Medien und Materialien soll in eigene kreative Gestaltungsprozesse einfließen, mit dem Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler ihr Arbeitsvorhaben zunehmend selbständiger planen und umsetzen können. Dabei werden elementare Kom- petenzen im Umgang mit verschiedenen Materialien, Werkzeugen und Medien auf- und ausgebaut. Das Kennen lernen von verschiedenen Künstlern und ihren Arbeitstechniken bildet einen weiteren zentralen Punkt im Kunstunterricht der Waldschule Berumerfehn, wodurch Kompetenzen im Bereich „Herstellen von kulturhistorischen Kontexten“ erlangt werden sollen. Eine Bildbetrachtung eines Künstlers bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu erkennen, dass es sehr unter- schiedliche Wahrnehmungen gibt und somit setzen sie sich mit dem Spannungsverhältnis von Selbst- und Fremdwahrnehmung ausein- ander. Die an- schließende Auseinandersetzung mit den Arbeitstechniken der Künstler sollen in eigenen Gestaltungen erprobt werden. Der Gebrauch von Fachbegriffen zu künstlerischen Verfahren und Produkten wird im Unterricht eingebunden. Der Werkunterricht in der Grundschule „integriert eine große Fülle an Themenbereichen im handelnden Umgang mit unterschiedlichen Werkstoffen wie Ton, Holz, Metall, Stein, Kunststoff, etc. sowie Fund- und Abfallmaterialien“. (Kerncurriculum Kunst, Gestaltendes Werken, Textiles Gestalten, 2006, S. 22). Ziel des Werkunterrichts ist es, die kreativen Kräfte, die Wahrnehmungs- und Gestaltungs- fähigkeit der Schülerinnen und Schüler bewusst zu machen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dazu dient die Anwendung ver- schiedener fachspezifischer Werkverfahren. Es werden Werkzeuge und Werkstoffe differenziert ausgewählt und das individuelle Ge- staltungsvermögen erweitert. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler die Werkstoffe und Werkverfahren nach ökonomischen und ökologischen Aspekten verwenden und beurteilen. Die an der Waldschule Berumerfehn eingeübten Arbeitsweisen- und techniken werden von den Schülerinnen und Schülern vor allem dazu genutzt, eigene Ideen umzusetzen und zu eigenen Gestaltungsergebnissen zu gelangen. Die individuellen, kreativen und selbstge- steuerten Prozesse stehen daher im Vordergrund der Arbeit im Werkunterricht. Der Textilunterricht in der Grundschule soll sich zu Nutzen machen, dass allen Schülerinnen und Schülern täglich Textilien in den viel- fältigsten Formen begegnen, z.B. als Bekleidung, als Gegenstände der Alltagskultur und der Arbeitswelt sowie als Textilkunst und Design. „Jeder textile Gegenstand ist das Produkt zahlreicher komplexer Prozesse und bietet somit die Möglichkeit, grundlegende Er- kenntnisse über Gestaltungs-, Produktions-, Vertriebs- und Nutzungsverfahren zu vermitteln“. (vgl. Kerncurriculum Kunst, Gestalten- des Werken, Textiles Gestalten, 2006, S. 32). An der Waldschule Berumerfehn stehen die sinnlich wahrnehmbaren Textilien im Zentrum des Textilunterrichts. Es sollen handwerk- liche und künstlerische Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit textilen Materialien und textilen Verfahren entwickelt werden. Die Schülerinnen und Schülern sollen erste Kenntnisse über die Herkunft und Klassifizierung von Textilien, über textile Verfahren sowie über die Gestaltung und Wirkung von Textilien und Objekten erhalten. Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Textilien im alltäglichen Gebrauch soll angestrebt werden. Das Kerncurriculum Kunst, Gestaltendes Werken und Textiles Gestalten gliedert sich in so genannte inhalts- und prozessbezogene Kompetenzbereiche, die eng miteinander verknüpft sind und nicht isoliert voneinander betrachtet werden sollen. Die Grundstruktur des inhaltsbezogenen Kompetenzbereiches spiegelt sich in den drei Bereichen „Wahrnehmen“, „Gestalten“, „Kulturhistorische Kon- texte herstellen“ und bezieht sich auf das zu erwerbende Fachwissen und Können in diesen genannten Bereichen. Die prozessbezoge- nen Kompetenzbereiche beziehen sich auf die Kenntnisse und Fertigkeiten, die zur Bearbeitung der Inhalte grundlegend sind. Be- rücksichtigt sind hier die Bereiche „Kommunizieren: Fachsprache erwerben und verwenden“, „Erkenntnisse gewinnen“, „Lernstrate- gien erwerben“ und „Beurteilen und Bewerten“. Die geforderten Kompetenzen wurden in die schuleigenen Arbeitspläne der Waldschule Berumerfehn eingearbeitet und entsprechend des Schuljahrganges ausdifferenziert und mit praktischen Umsetzungsmöglichkeiten für den Unterricht ergänzt bzw. verdeutlicht. An der Waldschule Berumerfehn werden die Fächer Gestaltendes Werken und Textiles Gestalten epochal, d.h. im halbjährlichen Wech- sel, für zwei Stunden (à 45 min.) unterrichtet. Für beide Fächer werden die geforderten Kompetenzen am Ende des 4. Schuljahr- ganges erwartet (vgl. schuleigene Arbeitspläne für die Fächer Textiles Gestalten und Gestaltendes Werken). Im 3. und 4. Schuljahrgang muss jedes Schulhalbjahr eine Zeugnisnote erteilt werden. Dabei sollten die Grundsätze der Bewertung den Schülerinnen und Schülern und Eltern transparent sein. Die Gewichtung der Leistungsbereiche in allen drei Fächern setzt sich folgendermaßen zusammen: 10% = Beiträge zum Unterrichtsgeschehen, Engagement und Einsatzbereitschaft 45% = Ergebnis und Qualität der Gestaltungsarbeit unter Berücksichtigung der gemeinsam erarbeiteten Kriterien; Einfallsreichtum/Kreativität; Offenheit gegenüber ungewöhnlichen, neuen ästhetischen Ausdrucksformen 45% = Der gesamte Arbeitsprozess der Einheit: Anwenden mündlicher und fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen; bewusster und sachgerechter Umgang mit Arbeitsmaterialien und Werkzeugen; individueller Lernfortschritt und Lösungen; Konzentration, Aus- dauer, Selbstständigkeit, Kooperationsfähigkeit, altersangemessene Reflexionskompetenz Für die oben genannten Fächer sind an der Waldschule Berumerfehn schuleigene Arbeitspläne erstellt worden, nach deren Inhalt der Unterricht erteilt wird. Diese basieren auf den im Kerncurriculum genannten inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzbereichen. In allen Fächern liegt der Schwerpunkt bei der Förderung von handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten.Dem Fach „Gestaltendes Werken“ steht zurzeit leider kein Werkraum zur Verfügung, so dass nur eingeschränkt geforderte Inhalte unterrichtet werden können. Besondere Aktivitäten der Waldschule Berumerfehn:
- Verschiedene AG-Angebote (z.B. Künstler kennen lernen, Gestaltung der Schule)
- Klassenübergreifende Projekte: Weihnachtsbasteln zum Schmücken der Schule
- Besuch von Museen und Ausstellungen (Kunsthalle Emden, historisches Museum Aurich)
4.6 Fachbereich Musik Der Musikunterricht in der Grundschule „leistet einen Beitrag zur grundlegenden Bildung, indem er die gestalterischen Kräfte der Schülerinnen und Schüler, ihre Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit entwickelt und fördert“. (Kerncurriculum Musik, 2006, S. 9). Ziel des Musikunterrichts ist es, die Erlebnisfähigkeit der Schülerinnen und Schüler durch Freude am Singen und Musizieren und am Entdecken von Klängen und Musiken zu wecken und zu erweitern. An der Waldschule Berumerfehn werden die musikalischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler durch das Hören, Singen und Bewegen in Verbindung mit Musik und dem gezielten Spielen auf Instrumenten, in einem vier Jahre umfassenden Lernprozess erwor- ben und kontinuierlich weiter entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler erwerben innerhalb des Musikunterrichts grundlegende Kennt- nisse und Fertigkeiten, die zum sachgerechten und eigenständigen Umgang mit Musik notwendig sind. Dabei wird darauf geachtet, dass der Musikunterricht die ganze Vielfalt der musikalischen Verhaltensweisen erschließt und sich nicht ausschließlich z.B. auf das Singen oder Tanzen beschränkt. Angestrebt werden vielmehr authentische musikalische Situationen, in denen die Schülerinnen und Schüler allein oder instrumental begleitet singen und musizieren. Das Kerncurriculum Musik gliedert sich in so genannte inhalts- und prozessbezogene Kompetenzbereiche, die eng miteinander ver- knüpft sind und nicht isoliert voneinander betrachtet werden sollen. Die Grundstruktur des inhaltsbezogenen Kompetenzbereiches spiegelt sich in den drei Bereichen „Wahrnehmen“, „Gestalten“, „Kulturhistorische Dimension“ wieder. Die prozessbezogene Kom- petenzbereiche berücksichtigen die Bereiche „Kommunizieren“, „Erkenntnisse gewinnen“, „Lernstrategien erwerben“, „Beurteilen und Bewerten“ und sind für die Erarbeitung der Inhalte maßgeblich. Innerhalb der Vermittlung der oben dargestellten Kompetenzen schließen sich folgende sieben Lernbereiche ein:
- Hören
- Musik und Bewegung
- Lied und Stimme
- Instrumente
- Musik erfinden
- Notation
- Kulturhistorische Dimension (in Klasse 3 und 4)
Diese Lernbereiche wurden in den schuleigenen Arbeitsplan für das Fach Musik an der Waldschule Berumerfehn eingearbeitet und nach den vier Schuljahrgängen ausdifferenziert. Der Musikunterricht wird an der Waldschule Berumerfehn in allen Klassenstufen ein- mal wöchentlich für eine Einzelstunde (45 min.) unterrichtet. Als zu unterrichtende Lehrkraft ist es möglich, sich am Lehrwerk „DUETT“ zu orientieren. Unterrichtet wird im Klassenraum oder in der Mehrzweckhalle, an die sich ein Aufbewahrungsraum für die schuleigenen Musikinstrumente anschließt. Besondere musikalische Aktivitäten an der Waldschule Berumerfehn sind beispielsweise die musikalische Ausgestaltung von Schul- festen (Einschulungsfeier etc.), das „Jahreszeitensingen“ in der Mehrzweckhalle, „Mach-Mit“-Konzerte. Der Lernstand und die Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler im 1. und 2. Schuljahrgang im Fach Musik können in schrift- licher Form im Bereich „Interessen, Fähigkeiten, Fertigkeiten“ auf dem Zeugnis wieder gegeben werden. Im 3. und 4. Schuljahrgang muss jedes Schulhalbjahr eine Zeugnisnote erteilt werden. Dabei sollten die Grundsätze der Bewertung den Schülerinnen, Schülern und Eltern transparent sein. In die Gesamtbeurteilung fließen 40% mündliche Leistungen, 40% fachpraktische Leistungen und 20% schriftliche Leistungen mit ein (vgl. schuleigenen Arbeitsplan für das Fach Musik, S. 21f.). 4.7 Fachbereich Religion Der Religionsunterricht wird „in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften“ (Art. 7 Abs. 3 GG) erteilt. An der Waldschule Berumerfehn leistet der Religionsunterricht seinen Beitrag zur persönlichen religiösen Orientierung und Bildung der Schülerinnen und Schüler. Die religiöse Bildung dient dem Aufbau der je eigenen religiösen Identität im Sinne kritischreflexiver indivi- dueller Bildung. Der Unterricht im Fach Religion geht daher von den Bedürfnissen und Interessen von den Schülerinnen und Schülern aus und begleitet ihre Entwicklung. Außerdem bildet die Kenntnis der Inhalte und Traditionen christlicher Religion einen wichtigen Be- standteil allgemeiner Bildung. Durch einen sachgemäßen Umgang mit christlicher Religion öffnet der Religionsunterricht zugleich den Blick für die christliche Prägung unserer Kultur. In der wertschätzenden Wahrnehmung unterschiedlicher Lebensorientierungen und religiöser Differenz leistet er einen Beitrag zur Verständigungsaufgabe der Schule. Die Schülerinnen und Schüler der Waldschule Berumerfehn sind fast ausschließlich evangelisch. Die Kinder werden ökumenisch un- terrichtet, wobei die unterschiedliche Herkunft und ihre verschiedenen Lebenswelten berücksichtigt werden sollen. Die Schülerinnen und Schüler begegnen im Religionsunterricht der biblischen Botschaft und dem christlichen Bild der Welt und des Menschen. Fünf Themenbereiche sind Gegenstand des Religionsunterrichts an unserer Schule. Sie werden im Folgenden näher beleuchtet.
- Die Bibel (Die Schülerinnen und Schüler lernen Berichte von Erfahrungen kennen, die Menschen vor Gott und guten und schlechten Tagen gemacht haben. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Glauben als Orientierungshilfe verstehen lernen.)
- Feste (Durch das Feiern von Festen erinnern und vergegenwärtigen die Schülerinnen und Schüler das heilsame Handeln Gottes.)
- Schöpfung (Die Kinder erfahren das Leben als Geschenk. Sie sollen die Schönheit der Schöpfung und der Menschenwelt wahrnehmen und wertschätzen.)
- Frieden (Die Kinder lernen erste Schritte auf dem Weg zum Frieden. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie sie sich in der Mitwelt gewissenhaft verhalten, aufeinander hören, miteinander reden und den anderen wahrnehmen.)
- Bedrohung und Begrenztheit des Lebens (Die Schülerinnen und Schüle lernen, mit Abschied, Schuld, Schmerz und Trauer umzugehen und im Bewusstsein der Endlichkeit zu leben.)
Als außerschulische Lernorte werden die nähere Schulumgebung sowie die anliegende evangelisch-lutherische Kirche aufgesucht. Zur Einschulung findet in Kooperation mit dem örtlichen Pastor ein Gottesdienst statt. Gearbeitet wird mit der Kinderbibel „Unter Gottes weitem Himmel“ von Christiane Herlinger/Dieter Konsek (Deutsche Bibelgesellschaft 2003) sowie mit dem Gewaltpräventionskon- zept „Faustlos“. Im Religionsunterricht geht es nicht in erster Linie um die Aneignung von reproduzierbarem Wissen oder abtestbaren Fertigkeiten. Das übergeordnete Ziel des Religionsunterrichtes ist es, den religiösen Bewusstwerdungsprozess und dabei auch das religiöse Wissen und Verhalten der Kinder zu fördern. Das Zeugnis gibt eine Auskunft über Wissen und Verstehen, Einstellungen und Verhalten sowie der Fertigkeiten und des Könnens des einzelnen Kindes. Der Bereich des Wissens schließt die Fähigkeit, biblische Geschichten zu erzählen oder nachzuerzählen und das Verständnis der sym- bolhaften Sprache (u.a.) ein. Der Bereich der Einstellungen und des Verhaltens schließt die Rücksichtnahme aufeinander, die Verant- wortlichkeit für andere (u.a.) ein. Im Bereich der Fertigkeiten und des Könnens geht es um die Beschaffung von Materialien für den Unterricht, um Beobachtungen im schulischen Umfeld sowie um die Beherrschung von bestimmten Ritualen. 4.8 Sport Sport in der Grundschule „besteht in der Vermittlung einer grundlegenden Bildung, deren Ausgangspunkt und Ziel ein bewegungsakti- ves Weltverstehen ist, das auf selbsttätigen, eigenaktiven Auseinandersetzungsprozessen basiert.“(Kerncurriculum Sport, 2006, S. 7). Die Kolleginnen und Kollegen der Waldschule Berumerfehn unterrichten nach diesen Richtlinien. Das Ziel ist es, allen Schülerinnen und Schülern ihre Bewegungsfreude zur erhalten und diese auszubauen. Grundlegende motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen ent- wickelt werden. Die erzieherischen Aspekte wie gesunde Lebensführung, Sozialverhalten, sinnvolle Freizeitgestaltung sowie Handlungskompetenz finden genau so Berücksichtigung wie der Aspekt der bewegungsgeleiteten, sinnesaktiven Erschließung der Welt. In einem vier Jahre umfassenden Lernprozess werden Anregungen geschaffen, die möglichst alle Bereiche der Sport- und Be- wegungsaktivität beinhalten und zu einem lebenslangen Sporttreiben ermuntern sollen. Das Kerncurriculum Sport gliedert den Sportunterricht in sieben Erfahrungs- und Lernfelder: Erfahrungs- und Lernfeld 1: SpielenErfahrungs- und Lernfeld 2: Turnen und BewegungskünsteErfahrungs- und Lernfeld 3: Gymnastische, rhythmische und tänzerische BewegungsgestaltungErfahrungs- und Lernfeld 4: Laufen, Springen, WerfenErfahrungs- und Lernfeld 5: Schwimmen, Tauchen, WasserspringenErfahrungs- und Lernfeld 6: Bewegen auf rollenden und gleitenden GerätenErfahrungs- und Lernfeld 7: Miteinander kämpfen und Kräfte messen Diese Erfahrungs- und Lernfelder wurden mit den jeweils zu erreichenden inhaltsbezogenen Kompetenzen in den schuleigenen Stoff- verteilungsplan eingearbeitet und nach den vier einzelnen Schuljahrgängen differenziert. Die inhaltsbezogenen Kompetenzen stehen in enger Vernetzung mit den prozessbezogenen Kompetenzen „Bewegungskönnen entwickeln – Erkenntnisse gewinnen“, „Interaktionen herstellen“, „Lernen lernen“ sowie „Bewerten“. Das bewegungsgeleitete Erkunden der Welt führt schließlich zu mehrdimensionalen Erfahrungen wie Körper-, Bewegungs-, Material-, Könnens-, Ausdrucks-, Sozial- und Gesundheitserfahrung. Diese Erfahrungen tragen wesentlich zum Weltverstehen bei und sind ein wichtiger Bestandteil des Sportunterrichts an der Waldschule Berumerfehn. Der Sportunterricht wird folgendermaßen unterrichtet:Die Klassen des ersten Schuljahrganges erhalten wöchentlich jeweils zwei Einzelstunden. Im zweiten Schuljahrgang wird der Schwimmunterricht von einer ausgebildeten Schwimmkraft (aus Gründen der Effektivität und der Sicherheit) sowie einer pädagogi- schen Mitarbeiterin erteilt. Eine zweite Klasse nimmt im ersten Schulhalbjahr am Schwimmunterricht teil, dieser findet im Schwimm- bzw. Freibad in Berumbur statt, zu dem die Kinder mit dem Taxi gebracht und vom Schulbus wieder abgeholt werden. Während des Schwimmunterrichts haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Prüfung für ein Schwimmabzeichen abzulegen. Die an- dere zweite Klasse erhält in dem Schulhalbjahr wöchentlich zwei Einzelstunden Sportunterricht. Zu Beginn des zweiten Schulhalb- jahres wird der Sport- und Schwimmunterricht getauscht. Die dritten und vierten Klassen erhalten den Sportunterricht in jeweils einer Doppelstunde pro Woche. Die Leistungsbewertungen sollen den Schülerinnen und Schülern Rückmeldung über den erreichten Kompetenzstand geben. Für die Leistungsbewertung werden die in den Unterrichtseinheiten erbrachten Leistungen in drei verschiedene Bereiche eingeteilt: Sportmotorisches Können: Da im Fach Sport Bewegung im Mittelpunkt steht, sind bewegungsbezogene Leistungen vorrangig zu berücksichtigen.Individueller Lernfortschritt: Hierbei soll das Bemühen um das Erfüllen von Bewegungsherausforderungen berücksichtig werden. Aus einem erfolgreichen Bemühen ergibt sich die Motivation zum Weitermachen. Lern- und Sozialverhalten: Hierzu gehören das Einhalten von Regeln und Ritualen, die Mitarbeit beim Auf- und Abbau, die Anstrengungsbereitschaft, der Umgang mit Schwächeren und Stärkeren, die Fairness, das Gewin- nen und Verlieren können. Der dritte Bereich hat dabei einen Stellenwert. In den Jahrgängen 1 und 2 erhalten die Schülerinnen und Schüler keine Zensuren. Positive verbale Beurteilungen (z.B. der Erwerb von Lauf- und/oder Schwimmabzeichen) können unter Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Zeugnis aufgeführt werden. Im jährlichen Wechsel finden Sponsorenläufe und Spiel- und Sportfeste in Kombination mit Bundesjugendspielen auf dem schuleige- nen Sportplatz statt. Dabei ist der Einbezug von außerschulischen Partnern stets gegeben, um den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten, andere Sportmöglichkeiten wie beispielsweise Reiten, Tennis und Vereinsfußball kennen zu lernen. Bei den Spiel- und Sportfesten sowie bei den Sponsorenläufen arbeiten und helfen die Eltern zahlreich und engagiert mit. Ein fester Bestandteil des Sportunterrichts an der Waldschule Berumerfehn ist das Laufabzeichen des Niedersächsischen Leicht- athletikverbands. Das Laufabzeichen kann in der Stufe 1(15 Minuten) von den Klassen 1, 2, 3 und 4, in der Stufe 2 (30 Minuten) von den Klassen 2, 3 und 4 und in der Stufe 3 (60 Minuten) von den Klassen 3 und 4 absolviert werden. Auch dieser Erwerb findet in jedem Zeugnis Berücksichtigung. In jedem Jahr nimmt eine Schulmannschaft der Waldschule Berumerfehn sowohl an dem Hallenfußballturnier als auch an dem Schul- fußballturnier für alle umliegenden Gemeinden teil. Außerdem nehmen jährlich zahlreiche Schülerinnen und Schüler an dem OLB-Citylauf in Norden teil, wo sie Strecken über 1,5 km oder 5 km laufen und teilweise mit Jahrgangsmannschaften am Schülercup teilnehmen. Ein zusätzliches Angebot zu dem regulär erteilten Sportunterricht sind die sportlichen Arbeitsgemeinschaften (Ballspiele-AG, Mäd- chen- fußball-AG, Jogging-AG etc.), die in jedem Halbjahr angeboten und gut frequentiert werden. 5 Die ersten Schulwochen Auf dem ersten Informationsabend vor der Einschulung im Mai jeden Jahres erhalten die Eltern der Schulanfänger umfassende Infor- mationen über die Schule. Es werden Kriterien für einen erfolgreichen Schulbesuch erörtert sowie Regeln, Rituale und Abläufe vor- gestellt. In der ersten Woche
- lernen die Schulanfänger das Schulgebäude und ihre Mitschüler kennen.
- Durch Bildung von Patenschaften mit den dritten Klassen erhalten die Schulanfänger vielfältige Unterstützung in den ersten Schulwochen u.a. ist der zugewiesene Pate ein konkreter Ansprechpartner bei Problemen oder Fragen und er ist ein Begleiter für die ersten Pausen
- Sozial- und Arbeitsformen werden eingeübt
Der Schulvormittag ist ritualisiert:
- Hausschuhe
- Ankommen im Klassenraum
- Morgenkreis mit Begrüßungsritual und Besprechung des Tagesablaufes
- Frühstück im Klassenraum mit Vorlesen
- bewegte Pause (Spielgeräte ausleihen)
- Spiele (zum Kennen lernen z.B. mein rechter, rechter Platz ist frei, Kimspiele, Bewegungsspiele)
- Schlusskreis
6 Unterrichtsergänzende Angebote Die Verlässliche Grundschule bietet allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit täglich ein mindestens fünf Zeitstunden umfassen- des Schulangebot wahrzunehmen. Bei den 3. und 4. Schuljahrgängen sind die täglichen fünf Zeitstunden bereits durch die wöchent- liche Unterrichtsstundenzahl abgedeckt. Allerdings ist dies bei den 1. und 2. Schuljahrgängen nicht der Fall, so dass für diese Jahrgän- ge ein unterrichtsergänzendes Betreuungsangebot in der 5. Unterrichtsstunde besteht. Möchten die Eltern der Schülerinnen und Schüler dieses Angebot annehmen, so melden sie ihr Kind verbindlich für ein Schulhalbjahr an.Dieses Betreuungsangebot findet stets von 12.00 - 12.45 Uhr statt und wird je nach Schülerzahl von einer oder zwei pädagogischen Mitarbeiterinnen durchgeführt.An der Waldschule Berumerfehn besteht je nach Bedarf die Möglichkeit für Erst- und Zweitklässler am Sprachförderunterricht teilzu- nehmen. Für Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Jahrgänge mit erhöhtem Förderbedarf steht eine Förderschullehrkraft aus der benachbar- ten Förderschule zur Verfügung, die unterrichtsbegleitend die Defizite der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler aufzuarbeiten versucht.Ebenfalls hat sich eine ehrenamtliche Mitarbeiterin bereit erklärt, in Kleingruppen mit Leseanfängern das Lesen zu üben.Das Niko-Projekt finanziert zeitweise eine Hausaufgabenhilfe an der Waldschule Berumerfehn. An dieser Hausaufgabenhilfe, die von pädagogischen Mitarbeiterinnen durchgeführt wird, können die Schülerinnen und Schüler in der Zeit von 12.00 - 12.45 Uhr oder von 13.00-13.45 teilnehmen.Im Vormittagsunterricht ist eine AG-Stunde wöchentlich für alle Dritt- und Viertklässler fest eingeplant. Diese AGs setzen sich aus klassen- und jahrgangsgemischten Gruppen zusammen. Inhaltlich werden verschiedene Themen angeboten (z.B. Sport- und Kunst- angebot, Plattdeutsch- und Wald-AG) Wöchentlich finden je nach personeller Verfügbarkeit am Nachmittag AGs (z.B. Wald-AG, Sport-AG; Theater-AG, Computer-AG) statt. Diese Angebote werden von Lehrkräften geleitet und von Dritt- und Viertklässlern angenommen. 7 Vertretungsunterricht In unserer Grundschule erteilen zurzeit drei pädagogische Mitarbeiterinnen den Vertretungsunterricht.Ist es einer Lehrkraft aus vorhersehbaren (z.B. Fortbildung, vorherige Absprache mit der Schulleitung) oder kurzfristigen Gründen (z.B. Krankheit) nicht möglich, ihren Unterricht zu erteilen, so teilt die Lehrkraft diese Gründe der Schulleitung mit. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen werden daraufhin von der Schulleitung über ihren Einsatz benachrichtigt. Die Lehrkraft, die aus- fällt, bereitet den Unterricht für die Vertretungskraft vor. Nach diesen Vorbereitungen wird der Unterricht erteilt. 8. Fördern in der Waldschule Berumerfehn Im Rahmen unseres Bildungs- und Erziehungsauftrages sollen alle Kinder - unter Berücksichtigung ihrer Persönlichkeitsentwicklung – entsprechend ihrer individuellen Fähig- und Fertigkeiten gefördert werden. Wir bemühen uns an unserer Schule, individuelle Stärken und Schwächen der Kinder zu erkennen, Lernrückstände oder Probleme beim Lernen mit den uns zur Verfügung stehenden Möglich- keiten aufzuarbeiten sowie zielgerichtet Kinder zu beobachten, um ihre Lernvoraussetzungen zu ermitteln, damit wir sie da abholen können, wo sie stehen. Etwa 12 Monate vor der Einschulung wird an unserer Schule eine Sprachstandserfassung durchgeführt und gegebenenfalls eine För- derung angeboten. Dieser Sprachförderunterricht beginnt bereits ein Jahr vor der Einschulung und hat das Ziel, den passiven und aktiven Wortschatz des Kindes zu entwickeln. Die Sprachförderung wird auch von einer geschulten Fachkraft im ersten Schuljahr weitergeführt Alle Fördermaßnahmen sind selbstverständlich Bestandteile des Unterrichts. Sie werden aber darüber hinaus für lernschwache Schü- lerinnen und Schüler individuell in der Klasse, in Kleingruppen oder außerhalb des Klassenverbandes durchgeführt. Hierfür werden indivi- duelle Förderkonzepte entwickelt und in pädagogischen Konferenzen entsprechende Förderpläne angelegt. Darüber hinaus werden bei Bedarf die Eltern beraten oder es wird eine außerschulische Förderung angeregt. Die Waldschule Berumerfehn kooperiert mit folgenden Institutionen: Förderschule Großheide, Erziehungsberatungsstelle Norden, LOS Aurich und dem Lesenest. Im Erst- bzw. Anfangsunterricht werden insbesondere die Wahrnehmung, die phonologischen sowie die pränummerischen Kompe- tenzen auf unterschiedliche Art und Weise individuell gefördert. Darüber hinaus wird das Erstlesen und Erstschreiben auch durch un- terschiedliche Lehrwerke (zurzeit Leporello) gestützt und überprüft. Hieraus ergeben sich individuelle Fördermaßnahmen, so dass eine Förderschullehrerin der ortsansässigen Förderschule für zwei Stunden die Woche mit lernschwachen Kindern in einer Kleingruppe gezielt an Lernschwächen und Defiziten arbeitet. Im zweiten Schuljahr besteht für Kinder mit besonderem Förderbedarf in Deutsch und Mathematik die Möglichkeit einer zusätzlichen Förderung mit jeweils einer Wochenstunde pro Fach. Diese individuellen Fördermaßnahmen werden auf Grundlage prozessbegleiten- der Lehrerbeobachtungen eingeleitet. Je nach zur Verfügung stehenden Lehrerstunden, werden zusätzliche Förder- und Forderstunden in den Fächern Deutsch und Mathe- matik in der 6. Stunde angeboten. Des Weiteren wird die Lesekompetenz an der Waldschule Berumerfehn durch Lesemütter bzw. ehrenamtliche Mitarbeiter innerhalb der Klasse unterstützt, aber auch durch Computerprogramme wie zum Beispiel Budenberg, Antolin und Lesen 2000. Zur Förderung der mathematischen Kompetenzen bieten sich ebenfalls unterschiedliche Fördermaßnahmen an. Zu nennen sind hier verschiedene Computerprogramme, wie zum Beispiel Budenberg, Mathematikus und Mathe 2000. Die Förderung der emotionalen und sozialen Kompetenzen erfolgt im Rahmen der Werte- und Sozialerziehung. (vgl. Punkt 2) 9 Schulinterne Aktivitäten 9.1 Veranstaltungen, Schulfeste und Wettbewerbe Ritualisierte Veranstaltungen WeihnachtenAdventssingen nach jedem Adventssonntag Nikolaussingen Weihnachtsbasar, WeihnachtsfeierFahrt zum WeihnachtsmärchenKunsteisbahn/Schlittschuhlaufen FaschingFaschingsfeier oder Rosenmontagsfeier Frühling Frühlingssingen, Frühlingsfest Maibaumaufstellen auf dem Schulhof, Maisingen SommerSommerfestSport- und Spielfest/Bundesjugendspiele (auch in Kombination)SponsorenlaufLaufabzeichenTeilnahme am OLB-City-Lauf in NordenFußballturniereRadfahrprüfungEinschulungsfeierProjektwoche zum Ende des SchuljahresVerabschiedung der 4t-Klässler HerbstFahrradkontrolleHerbstfestLaternenumzug Sonstige VeranstaltungenBüchereinachtplattdeutscher LesewettbewerbZahnprophylaxeKlassenfahrten (eintägig/mehrtägig) 9.2 Projektwoche oder Projekttage Jedes Jahr wird eine Projektwoche angeboten. Zu jeden der inhaltlichen Schwerpunkte (Wald/Wiese/Moor/Wattenmeer) findet in einem Zeitraum von vier Jahren jeweils eine Projektwoche statt. Somit ist gewährleistet, dass jedes Kind alle inhaltlichen Schwerpunkte turnusgemäß durchläuft. 10 Schulhofgestaltung Der Schulhof der Waldschule Berumerfehn bietet den Kindern eine naturgetreue und gemütliche Atmosphäre, die eine optimale Er- holung in den Pausen ermöglicht. Er unterteilt sich in mehrere Bereiche, die den Schülerinnen und Schülern eine Vielfalt von Aktivitä- ten möglich macht. In der Ruhezone können sich die Kinder auf Bänken im Grünen ausruhen und sich austauschen, im Waldgebiet können sich die Kinder auf kleinen Hügeln austoben, auf Baumstämmen klettern, an Turnstangen und einer Torwand üben oder auf der Burg sowie im Sand spielen. Die Nestschaukel bietet eine optimale Gelegenheit zum Verweilen. Der gepflasterte Teil des Schul- hofes wird für das Fußballspielen und für weitere Aktivitäten wie etwa das Hüpfekästchen genutzt. Ein Carport dient als Ort für die Spielausleihe, in dem sich die Kinder gegen Vorlage eines Spielausweises Spielgeräte wie zum Beispiel Seile, Bälle, Schaufeln oder Frisbees ausleihen können. Ein kleiner Garten, der regelmäßig bepflanzt wird.Im Mai 2010 wurde in Kooperation mit dem Förderverein und dem Kollegium der Waldschule Berumerfehn ein Gurtsteg auf dem Schulgelände aufgebaut. Als nächstes Vorhaben ist ein „Grünes Klassenzimmer“ geplant, welches die Schwerpunktsetzung der Waldschule unterstützen und die Umsetzung des naturnahen Lernens auch innerhalb des Schulgeländes ermöglichen soll. Aber auch für musisch- kulturelle Ange- bote kann und soll das grüne Klassenzimmer genutzt werden. |
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